Russische Traditionen, sowjetisches Erbe und Postmoderne

Alte russische Traditionen, sowjetisches Erbe und Postmoderne: In der gegenwärtigen Umbruchssituation prallen in Russland Welten aufeinander, wodurch sich die Kultur in ihrer ganze Vielfalt entfalten kann. Und es gilt auch heute noch: Russland ist ein Land der Dichter, Denker und Komponisten . Eine erste Blüte erlebte die russische Kultur im 19. Jahrhundert. Komponisten wie Dmitri Schostakowitsch, Sergej Prokofjew, Sergej Rachmaninow und Igor Strawinski prägten die Klassische Musik im 20. Jahrhundert maßgeblich mit.

Opernpremiere, Primaballerina – Bolschoi Theater

Das Moskauer Bolschoi-Theater erlebte Premieren russischer Opern wie „Eugen Onegin“ von Peter Tschaikowski und „Boris Godunow“ von Modest Mussorgski. Das 1877 uraufgeführte Ballett „Schwanensee“ von Tschaikowski gehört zum festen Repertoire aller klassischen Ballettkompanien. In der Malerei erlangten unter anderem Wassily Kandinsky, Kasimir Malewitsch und Marc Chagall eine Berühmtheit, die weit über die Landesgrenzen hinausreichte. Die größten Sammlungen von russischer Kunst und Kunst in Russland sind in der Tretjakow-Galerie in Moskau und im Russischen Museum in St. Petersburg vereint.

Von Puschkin und Tolstoi bis zu Blok, Eisenstein und Tarkowski

Zu den bedeutendensten russischen Schriftstellern zählen Alexander Puschkin, Fjodor Dostojewski, Lew Tolstoi, Anton Tschechow, Maxim Gorki, Wladimir Nabokow, Michail Bulgakow, Boris Pasternak, Sergej Jesenin und Alexander Solschenizyn. Einer der radikalsten Gegenwartsschriftsteller ist Wladimir Sorokin, der mehrere Male öffentlich von der Putin-treuen Jugendbewegung angegriffen wurde . Zu den ersten Welt-Klassikern aus einem russischen Filmstudio gehörte der 1925 gedrehte Film „Panzerkreuzer Potjomkin“ von Sergej Eisenstein.

Andrej Tarkowskis „Solaris“, „Stalker“ und „Iwans Kindheit“ sind Meilensteine der Filmgeschichte, an denen sich Regisseure bis heute noch orientieren, und das nicht nur in Russland. Nach einem Einbruch der russischen Filmindustrie in den neunziger Jahren kamen in den vergangenen Jahren eine Reihe auch international erfolgreicher russischer Blockbuster wie etwa „Wächter der Nacht“ in die Kinos.

Die russische Rock-, Hardrock- und Heavy Metal-Musik, zu Sowjetzeiten lange verpönt, erlebte während der Perestroika einen Aufschwung. Bands wie Aquarium, DDT und Kino erhielten Aufnahme- und Auftrittsmöglichkeiten. Der legendäre Liedermacher, Dichter und Schauspieler Wladimir Wyssozki erlebte diese Zeit nicht mehr, er starb bereits 1980.

Die vergangenen Jahren haben in Russland vor allem eine Vielzahl von Popmusik-Sternchen, wie das Mädchenduo tATu, hervorgebracht, aber auch neue Rockbands wie die Gruppe „Mumi Troll“ sind entstanden.

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Kategorie: Allgemein, Aktualisiert am 23. November 2009 von Redaktion | Anmelden